Zwei unserer Mädels im JumpIn standen vor mir und baten mich, mit ihnen ins Bad zu kommen, weil sie Angst vor den „Flüchtlingen“ hatten, die ihnen durch den Sprachkurs, der in unseren Räumen stattfindet, begegnen könnten. Später saßen wir zusammen am Maltisch und redeten über Angst und dass Menschen aus anderen Ländern kein Grund sind, sich zu fürchten.

„Du Maggie, ihr glaubt ja alle als Team an Gott, oder?“ Verdutzt war ich über diese Frage, aber es folgte ein Gespräch darüber, wie Gott ist und dass Jesus auf der Welt lebte, um uns Menschen den unsichtbaren Gott sichtbar vor Augen zu führen. Die beiden Mädels, mit denen ich am Tisch saß hatten russische und türkische Wurzeln und ich war neu überrascht darüber, wie vorbehaltlos die beiden ihre Freundschaft zueinander lebten, ohne dass ihre Kultur oder ihr Glaube sie voneinander trennt. Das ist unser Wunsch, dass unsere Arbeit ein Ort des Zusammenkommens ist, ein Ort, an dem Menschen Beziehungen aufbauen, vertiefen, gesellschaftliche Kluften überwinden und wir als Mitarbeiter letztlich auch Vorbilder sind, um den Kindern zu zeigen, dass Gott sie liebt und sich Versöhnung untereinander wünscht.

Wir starten nun in ein neues Jahr und viele Ideen und Veränderungen stehen auch uns bevor. Wir planen zum ersten Mal eine Ferienspielzeit um Ostern und eine Sommerfreizeit mit den Kids aus der Stadt. Wir freuen uns und sind gespannt, was Gott in diesem Jahr für uns bereit hält.

Liebe Grüße aus Stadtallendorf,

Magdalena Reeh

About the author