Vom 01. bis  zum 05. August fuhren wir mit einigen Kindern zum McTurtle Sommercamp. Ein großes Highlight unserer Sommerferien! McTurtle ist ein christliches Kinder-Bühnen-Mitmachprogramm, das regelmäßig von der Heilsarmee Chemnitz bei uns durchgeführt wird. Auch auf der Freizeit konnten die Kinder viele Wettspiele, Gemeinschaft, Gruppenspiele und christliches Kinderprogramm erleben.

Malin (9) darf mit zum Sommercamp!

Ganz kurzfristig hatte sich das entschieden. Die aufgeweckte Malin strahlt mich glücklich an. Ihre junge Mutter wischt sich ein paar Tränen hinter ihrer Sonnenbrille weg, während sie sich bedankt und mich umarmt. Zuhause ist es gerade überhaupt nicht leicht bei Malines Familie. Oder dem, was von der Familie momentan übrig ist. So ist ihre Mutter froh, jetzt ihre Gedanken sortieren zu können und nebenbei zu wissen, dass ihre Tochter in dieser Woche etwas unbeschwert sein darf.IMG_1758

Beim Verabschieden ist die Aufregung der Jumpers-Mütter, die ihre Kinder das erste Mal für einige Tage nicht sehen, groß. Noch sind die Kids allerdings voller Freude – das Heimweh holt manche erst am Abend ein. Aber sie sind nicht allein. Es gibt immer jemanden zum Reden und viel, viel Programm. Wir essen gemeinsam – fangen gemeinsam an und beenden die Mahlzeit auch zusammen. Für die meisten unserer Kinder ist das neu. Es gibt viele Wettspiele bei denen sie Erfolge erleben oder lernen dürfen zu verlieren. In kleineren Gruppen wird gebastelt und viele Fragen gestellt. Das Bühnen-Programm findet jeden Tag draußen im Zelt statt, – die Sonne scheint leider selten – doch davon lässt sich hier keiner den Spaß nehmen. In einer spannenden Cowboy- und Indianergeschichte sehen die Kids was wahre Freundschaft ist, lernen etwas über Ehrlichkeit, Freiheit und Dankbarkeit. „Wer für kleine Dinge im Leben dankbar ist, wird immer mehr davon sehen“, erklärt das Cow-Girl Milly den Kindern. „Gott hat uns viele gute Tipps gegeben, wie das Leben schöner ist! Und er liebt euch.“

Auf der Fahrt nach Hause sitzt Malin vorne neben mir auf dem Beifahrersitz. In dieser Woche war sie manchmal etwas nachdenklich, oft überdreht und trotz allem hatte sie viel Spaß. In ihrer Hand dreht sie langsam einen roten Luftballon. Plötzlich hält sie ihn mir mit ausgesteckten Armen entgegen. Darauf ist gedruckt: „Gott liebt dich.“ Malin ruft mir laut strahlend entgegen: „Gott liebt mich!“ und dann, wie auswendig gelernt, „auch wenn du Mist baust.“

Dann lacht sie und sagt voller Dankbarkeit: „Ich bau‘ jeden Tag Mist!“. Das kann ich mir ehrlicherweise vorstellen. Aber Malin weiß, dass ihr Wert und die Liebe, die sie erhält, nicht von ihrem Tun abhängt. Und, dass jemand für sie da ist, auch wenn gerade alles drunter und drüber geht.

                                                                                                                        (AS)

About the author