Daumen hoch für Jumpers! So verstehe ich das kleine Bild, das Paul für uns gemalt hat. Ein breit grinsendes Gesicht (wahrscheinlich ein Selbstbildnis, die Ähnlichkeit ist jedenfalls nicht zu leugnen!), daneben eine Hand mit einem großen ausgestreckten Daumen. Das gefällt mir! Zur Eröffnung unseres Treffpunktes für Familien hatten wir eine große Holzwand aufgestellt, an die unsere Besucher ihre Wünsche für Jumpers Gera anheften konnten. Und so kamen doch einige gute Wünsche zusammen. Tim findet Jumpers „richtig toll“ und wünscht uns viel Glück. Ein anderes Kind glaubt, dass die gute Laune bei Jumpers nie vergeht. Und wieder ein anderer Besucher (der Schrift nach zu urteilen ein eher älteres Semester) schreibt: „Bewahrt euch eure Buntheit und Herzlichkeit!“ Das wollen wir gerne tun – versprochen!
Jumpers ist in Gera angekommen. Das betonte Sandra Schöneich, die Sozialdezernentin der Stadt Gera, in ihrem Grußwort zur Eröffnung unserer neuen Räume. Beleg dafür ist auch, dass an diesem besonderen Tag sehr viele unserer Netzwerkpartner aus dem Stadtteil und der Stadt gekommen waren. Sie erlebten tatsächlich eine bunte Feier. Neben verschiedenen Grußworten (u.a. von Ulli Wegner, Boxtrainerlegende und Schirmherr von Jumpers Gera, per Videobotschaft) gab es einen lustigen Film, in dem unsere Kinder berichten, was sie bei Jumpers schon alles erlebt haben. Höhepunkt war die Aufführung eines Liedes aus dem Noah-Musical mit einigen Kindern und Eltern und zwei großartigen Solisten (Luisa und Xenia), die das Publikum wieder mal zum Schmelzen brachten. Als dann der Treffpunkt endlich offiziell eröffnet war, ging die Feier erst richtig los. Für alle war etwas dabei – wertschätzende Worte, Hot Dogs, Kaffee und Kuchen, ganz viele Spiele, ein Boxsack und vieles mehr. Der Renner aber war unsere Hüpfburg. Für die Kinder war es eine riesige Freude, zu hüpfen und zu toben. Zukünftig können sie das bei Jumpers fast jeden Tag tun. Vielen Dank an die, die den Kauf der Hüpfburg möglich gemacht haben!

Inzwischen ist wieder der Alltag eingekehrt. Wir freuen uns, dass die neuen Räume sehr gut angenommen werden. Vergangenen Donnerstag waren 63 Kinder und 35 Erwachsene bei Jumpers – ein neuer Besucherrekord! Gerne wollen wir die Marke von insgesamt 100 Besuchern bald knacken. Aber nach wie vor sind nicht die Zahlen entscheidend für den Erfolg unserer Arbeit. Wichtig ist uns jedes einzelne Kind, jeder Mensch, der zu uns kommt. Es wäre sehr schön, wenn unser neu eröffneter Treffpunkt ein Wohnzimmer mitten im Stadtteil werden könnte, ein Ort der Begegnung, an dem sich alle wohlfühlen und treffen können. Schon jetzt kommen die unterschiedlichsten Menschen zu uns. Lars zum Beispiel. Er hat große Probleme in der Schule und wird von seinen Mitschülern gemobbt. Bei Jumpers hat er Freunde gefunden und erfährt jeden Tag Wertschätzung. Oder Helga, eine alleinerziehende Mutter, die sich im Elterncafé mit anderen Müttern austauschen und Rat finden kann. Oder Reta, das kleine Mädchen aus Syrien mit dem freundlichen Lächeln, das bei Jumpers eine deutsche Freundin gefunden hat. Oder Kalle, ein Vater, der sehr gerne Tischtennis spielt und hier gleichgesinnte Väter trifft. Oder Lisa, eine traurige Nachbarin, deren Hund vor kurzem gestorben ist. Bei einer Tasse Kaffee hat sie Ablenkung gefunden und konnte sogar wieder herzhaft lachen. Oder, oder, oder… Ich könnte noch von vielen Menschen erzählen, die bei Jumpers ein und aus gehen. Alle sind uns – und Gott – wichtig.

Deshalb öffnen wir jeden Tag unsere Türen.   (CD)

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